Lady Bird, Gewinner des New York Film Critics Awards 2017

New York Film Critics Awards 2017 – Lady Bird auf Höhenflug

Mit den New York Film Critics Awards 2017 kürt die Elite der US-Filmkritiker die besten Filme und Filmschaffenden des Jahres. Lest hier, wer die prestigeträchtigen Auszeichnungen bekommen hat.

Spätestens seit Lady Bird den Rotten-Tomatoes-Rekord für die meisten positiven Kritiken ohne eine einzige Negativstimme gebrochen hat, wissen wir: Greta Gerwigs Film ist ein Kritikerliebling. Nun unterstreicht das Coming-of-Age-Drama diesen Status erneut. Denn der New York Film Critics Circle kürt Lady Bird zum Besten Film des Jahres. Saoirse Ronan, also Lady Bird persönlich, bekommt außerdem den Preis als Beste Hauptdarstellerin.

Auch The Florida Project kam bei den New York Film Critics Awards 2017 gut weg. Sean Baker gewann den Preis für die Beste Regie und Willem Dafoe wurde als Bester Nebendarsteller ausgezeichnet. Paul Thomas Anderson gewinnt für das Drehbuch zu Der seidene Faden schon den zweiten Preis innerhalb weniger Tage. Am Dienstag hat er bereits den National Board of Review Award in dieser Kategorie gewonnen. Eine Überraschung ist Tiffany Haddish, die für ihre Rolle in der Komödie Girls Trip den Preis als Beste Nebendarstellerin abräumt. Weniger überraschend ist Jordan Peele, der für Get Out wie auch schon bei den Gotham Awards und den National Board of Review Awards eine Auszeichnung für sein Regiedebüt erhält. Unten findet ihr die Gewinner im Überblick:

New York Film Critics Awards 2017 – Die Gewinner

Bester Film
Lady Bird

Beste Regie
Sean Baker (The Florida Project)

Bestes Drehbuch
Paul Thomas Anderson (Der seidene Faden)

Beste Hauptdarstellerin
Saoirse Ronan (Lady Bird)

Bester Hauptdarsteller
Timothée Chalamet (Call Me by Your Name)

Beste Nebendarstellerin
Tiffany Haddish (Girls Trip)

Bester Nebendarsteller
Willem Dafoe (The Florida Project)

Beste Kamera
Rachel Morrison (Mudbound)

Bester animierter Spielfilm
Coco – Lebendiger als das Leben

Bester Dokumentarfilm
Faces, Places

Bester fremdsprachiger Film
BPM (Beats Per Minute)

Bestes Regiedebüt
Jordan Peele (Get Out)

Was bedeuten die New York Film Critics Awards 2017 für die Oscars 2018?

Wie bei allen Preisverleihungen in den letzten Tagen, eignen sich auch die New York Film Critics Awards 2017 nur bedingt für eine Vorhersage der Oscars. Es macht eben einen Unterschied, ob Filmkritiker oder die Academy über die Gewinner abstimmen. Das letzte Mal, dass beide Wahlen den selben Besten Film hervorbrachten, war 2012 mit The Artist. Für Lady Bird bedeutet der Sieg also nicht unbedingt, dass es auch für den Oscar reicht. Allerdings schaden Auszeichnungen auch nicht und Lady Bird hat in dieser Woche gut abgeräumt. Bester Film und Beste Hauptdarstellerin bei den New Yorker Filmkritikern, Beste Schauspielerin für Saoirse Ronan bei den Gotham Awards und Beste Regie sowie Laurie Metcalf als Beste Nebendarstellerin vom National Board of Review. Dazu kommt noch der beeindruckende Rekord bei Rotten Tomatoes. Alles in allem erregt der Film momentan viel Aufsehen, was die Oscar-Wähler sicherlich beeinflusst.

Bemerkenswert ist auch der Sieg für Timothée Chalamet. Er ist der jüngste Hauptdarsteller, der je einen New York Film Critics Award bekam. Außerdem scheint Paul Thomas Anderson ein überragendes Drehbuch abgeliefert zu haben, doch ob es neben den Kritikern auch die Academy anspricht, muss sich noch zeigen. Jordan Peele steigert seine Oscar-Chancen ebenfalls von Auszeichnung zu Auszeichnung und dann wäre da natürlich noch Coco, den sowohl das National Board of Review als auch der New York Film Critics Circle für den Besten Animationsfilm halten. Als Pixar-Produktion war er in dieser Kategorie aber schon vornherein der Oscar-Favorit schlechthin.

Bild: Saoirse Ronan in Lady Bird © A24

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